Der Seb hat auf seinem Blog ein selbstgemachtes Video veröffentlicht, dass ganz gut zeigt, was hier so tagtäglich (!) unter unseren Fenstern abgeht.
Ein Hochgenuss…
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Ich. So’n bisschen. Wenn ich mir das so durchlese.
Bilderstrecke der ZEIT zu den Plänen von Schäuble.
Interessanter Blogartikel zum gleichen Thema.
Dagegen kommt mir die Stasi nur wie ein Kindergeburtstag vor.
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drei links, die sich damit beschäftigen.
Die Geschichte von Paul.
Titelthema im Berlin Stadtmagazin Zitty.
Nicht zu vergessen, was Google & Co noch so an Daten einsammelt.
Nur so als Anregung.
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Ankunft Jerantut Bahnhof: ungefähr zwei Uhr morgens. Wo bekommt man in dieser kleinen Stadt um diese Uhrzeit eine Unterkunft her? Wir wussten es auch nicht. Wir haben darauf vertraut, irgendwelche findigen Motelbesitzer am Bahnhof zu treffen, die von dem Auftauchen unwissender Touristen auf dem Weg in Richtung Urwald mitten in der Nacht gehört haben und zu leicht erhöhten Preisen o.ä. ein Zimmer vermieten.
Wir wurden nicht enttäuscht. Am Bahnhof sprachen uns zwei Jungs an, die uns ein Zimmer anboten und gleichzeitig ein Prospekt hervor zogen, auf dem unterschiedlichste Touren durch den Urwald beworben wurden. Ohne an eines dieser Angebote (außer natürlich die Fahrt nach Kuala Tahan, die uns schließlich bis an den Urwald bringen würde) gebunden zu sein, versprachen sie uns das Zimmer für umsonst. Da Kambodscha noch nicht solange zurücklag, haben wir MEHRMALS nachgefragt, ob wir das jetzt richtig verstanden haben. Wir hatten. Also Klamotten ins Auto und los, 5 Minuten zu ihrem Hostel. Anscheinend war noch keiner da, jedenfalls haben sie das Gitter vor der Tür geöffnet und uns rein gelassen. Innen war alles ok; es war tatsächlich bekannt, dass nachts am Bahnhof Touristen auftauchen, die zum Urwald wollen.
Nach ein paar Stunden Schlaf holte man uns am morgen mit einem Minibus ab und brachte uns zur Jetty Station, sprich dorthin, wo die Boote von Kuala Tembeling nach Kuala Tahan fahren. Leider waren alle Boote schon voll, aber unser Fahrer fuhr uns zum selben Preis mit dem Minibus zu dem Dorf. Da wir an der Jetty Station noch kurz warten mussten, hat sich Kristina einen Kaffee to go gekauft; dieser kam allerdings nicht in dem üblichen Pappbecher daher, sondern in der Plastiktüte. Man kennt sie bei uns hauptsächlich aus der Obst und Gemüse Abteilung der Supermärkte, füllt man aber Kaffee anstatt Äpfel hinein und packt oben noch einen Strohhalm drauf, ergibt das einen ansehnlichen und kuriosen Pappecherersatz.
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Angekommen im Dorf (geschätzte Einwohnerzahl: 200) begaben wir uns auf die Suche nach einer Unterkunft; wir fanden sie etwas abseits des Dorfes (jedes Haus, was weiter als 200 m vom Dorfmittelpunkt entfernt stand, könnte man als abseits bezeichnen) ein sehr idyllisch gelegenes Gasthaus, aber seht selbst:
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Leider erwähnt der Lonely Planet nicht die benachbarte Moschee. Ich bin mir nicht mehr sicher, ob der Ruf des Muezzin jeden Morgen erklang (sehr wahrscheinlich) oder ich ihn an dem einen oder anderen Morgen nicht gehört habe (eigentlich unwahrscheinlich, aufgrund des großen Lautsprechers, andererseits war ich abends ziemlich platt). Wie dem auch sei, die Abendvorstellung habe ich nie verpasst.
Der Urwald.
Zwei Touren mit Führer haben wir gebucht. Die 1. führte uns in eine Höhle im Urwald. D.h. ab ins Boot, ein paar Minuten den Fluss runter und dann zu Fuß eine halbe Stunde auf Trampelpfaden zur Höhle. Glücklicherweise lag auf dem Weg noch das Dorf einiger Eingeborener, die ihr Mittagessen noch selber jagen (mit großem Blasrohr und Giftpfeil). Unser Führer zeigte uns lustige Pflanzen, deren Blätter je nach Einfallswinkel des Lichts grün bzw. blau schimmern, nützliche Pflanzen, die helfen einen Blutegel zu entfernen (leider haben wir keinen bekommen; es war zu trocken) und Ameisenstraßen.
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An der Höhle “Gua Telinga” angekommen, “bewunderten” wir ein älteres Ehepaar, das gerade aus dieser hinausstieg: durchgeschwitzt und von oben bis unten mit Dreck (so dachten wir zumindest, es sollte sich als etwas anderes herausstellen) eingesaut. Außerdem erzählte ihr Führer von einer etwa 2 m lange Schlange, die neben ihnen von oben in die Höhle gefallen ist, in die wir jetzt reingehen sollten. Hmm. Also los. Die Höhle war kein durchgängiger Tunnel, sondern mehr oder weniger aufeinander liegende Felsbrocken, sodass an manchen Stellen die Sonne durchbrechen konnte (durch so eine Stelle ist auch die Schlange reingefallen), der Großteil war jedoch stockdunkel. Diese Höhle ist außerdem ein äußerst beliebtes Domizil für Fledermäuse. Mehrere Hundert sind dort anzutreffen.
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Hier klärte uns unser Führer dann auch über die Konsistenz des den Höhlenboden bedeckenden matschigen Drecks auf; es handelt sich um nichts anderes als Fledermausscheiße. Bester Dünger. Schön. Besonders schön, da es sich an manchen Passagen einfach nicht vermeiden ließ, seine Hände in eben diesen Dünger zu stecken um heile die Höhle wieder verlassen zu können und manchmal war’s so eng, da mussten dann die Knie bzw. der Hintern dran glauben. Hier dämmerte mir auch, warum die älteren Herrschaften, die vor uns durch die Höhle sind, so verdreckt ausgesehen haben. Aber es ist ja bekannt, dass alles was dreckig macht auch Spaß macht und den hatte ich in der Höhle eine Menge. Es ist ja auch nicht so, dass die Fledermäuse ruhig an der Decke hängen. Nee, nee, die fliegen schon kreuz und quer durch die Gegend. Ich bin zwar mit keiner zusammengestoßen, aber dafür bekommt die Höhle nochmal zwei Abenteuerpunkte. Auch interessant die Stelle an der die Schlange heruntergefallen sein soll, es kristallisierte sich sehr schnell heraus, wer ’schlangophob’ war und wer nicht. Erstere haben vehement für eine kürzere Verweilzeit an besagter Stelle plädiert, die anderen wollten wenigstens einen Blick erhaschen, der uns allerdings vergönnt blieb.
Die 2. Tour war eine sogenannte ‘Nacht-Insekten-Urwaldtour’. Man beginnt an dem Resort am äußersten Zipfel des Regenwalds und geht zuerst zu einem Hochsitz, von dem aus man einen künstlichen Salzsee beobachten kann, der Tiere anlocken soll. Gekommen ist nur irgendwas Wild-artiges (gibt’s Rehe im Urwald?). Teil 2 besteht aus einer 1-stündigen Wanderung in den Wald rein und wieder raus, wobei der Führer versucht möglichst viele Spinnen u.ä. zu entdecken. Unser war auch recht erfolgreich (soweit ich das beurteilen kann), zu sehen gab es einen Skorpion, mehrere Spinnen (ca. die Größe von meiner Handfläche, allerdings keine Taranteln (die gibt’s dort auch); die Proportionen gleichen denen ‘unserer’ Spinnen, bloß größer und bunter:
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Auch sehr eindrucksvoll: Der Sternenhimmel. Man bedenke, im Umkreis von was-weiß-ich-wie-vielen-Kilometern gibt’s keine Stadt, d.h. die Lichtverschmutzung geht gegen null, ich glaube noch nie so viele Sterne auf einmal gesehen zu haben.
Meine dritte Tour in den Urwald führte mich zum sogenannten Canopy Walk. Hier wurden Leitern an dicken Seilen zwischen Bäume gehängt, sodass man durch die Baumspitzen des Urwalds flanieren konnte. Ob flanieren jetzt das richtige Wort ist, sei dahingestellt, auf jeden Fall ist diese “Brücke” sehr flexibel (wackelt ordentlich) und an der schönsten Stelle geht’s 45 m nach unten.
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Mit gesundem Adrenalinspiegel bin ich einen kleinen Berg hinauf gewandert, von dessen Gipfel ich mir eine gute Aussicht versprach. Auch hier enttäuschte mich der Taman Negara nicht, war schwer begeistert.
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Nach drei Nächten erneutes Rucksack packen, es sollte weiter gehen nach Kuala Lumpur. Den Rückweg nach Kuala Tembeling konnten wir diesmal sogar mit dem Boot antreten.
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Ich habe gehört in Deutschland schneit es? Hmm…

Hier ist gerade ganz nett.
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Außer dem Anblick der imposanten Tempelanlagen (zurecht der ganze Stolz des Landes; abgebildet auf Geldscheinen, der Nationalflagge…) bleibt bei mir auch der Eindruck, den ich in der kurzen Zeit von Kambodscha gewonnen habe, wahrscheinlich noch lange in Erinnerung.
Da Siem Reap einen eigenen Flughafen hat und viele nur wegen Angkor Wat hierher reisen, sehen die meisten Touristen nur diese Stadt. Sie unterscheidet sich allerdings von Poipet wie der Tag sich von der Nacht unterscheidet: gewaltig.
So habe ich mehrere 5-Sterne Hotels in den äußeren Bezirken der Stadt sehen können, die Straßen nach Angkor Wat sind größtenteils befestigt und es gibt überhaupt Häuser und nicht nur Hütten. Natürlich entspricht der Ort keinem westlichen Ort, aber er unterscheidet sich auch nicht so sehr von manchen südlichen Regionen in Europa.
Daher vergisst man leicht, dass Kambodscha eines der Länder mit der höchsten Dichte von Landminen ist. Man wird jedoch, wenn man die Augen offen hält, immer mal wieder daran erinnert; es steht dann ein Schild auf einem Feld, das darüber informiert, welche Nation hier mitgeholfen hat die Minen zu räumen.
Will man aber Kambodscha von seiner wahren Seite kennen lernen, so muss man Siem Reap verlassen und mal übers Land fahren.
Unterm Strich war’s recht schön dort, die Tempelanlagen sind auf jeden Fall einen Besuch wert und die Restaurants versichern auf großen Schildern, dass heute nicht Hund, Katze oder Ratte serviert wird.
Nach drei Nächten in Siem Reap sind wir mit dem Flugzeug in Richtung Singapur aufgebrochen. Das Bild entstand kurz vor dem Abflug, mit auf dem Bild die Elitestudenten aus Erlangen, Andi und Kristina.
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In Singapur angekommen, fiel unser 1. Blick in der MRT (U-Bahn) auf die drakonischen Geldstrafen, die bei kleineren “Vergehen” verhängt werden.
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(Zur Orientierung: 1€ entspricht ~0,5 S$.)
Auch schön: Graffiti und Vandalismus können als Strafe Prügel mit dem Rohrstock nach sich ziehen. Dementsprechend sauber war es dann auch in der Stadt. Sauberer als eine normale deutsche Stadt war es da jetzt aber auch nicht (von den Graffitis mal abgesehen). Dennoch, jemandem, der das 1. Mal in diese Gegend der Welt fährt, sei Singapur empfohlen. Das Programm, das einem geboten wird, würde ich mit ‘Asien light’ umschreiben.
Es gibt Chinatown und Little India und mittendrin laufen noch die malaiisch-stämmigen Singapurer herum. Man bekommt von allem ein bisschen, gewürzt mit westlichem (prägend natürlich die Briten) Umfeld. So sieht der historische Stadtmittelpunkt (‘Boat Quay’) auf dem einen Ufer des Flusses aus wie eine alte britische Stadt (die Bauten müssten alle so zwischen 1820 und 1900 entstanden sein), auf dem anderen Ufer hat sich der ‘Financial District’ mit Hochhäusern von Banken breit gemacht. Hier wohnten ursprünglich mal die hauptsächlich chinesischen Arbeiter und Händler, aber im Zuge der Verlegung des Hafens aus dem Stadtzentrum heraus, verlor der Ort natürlich die Bedeutung für diese Menschen. Jetzt erhebt sich hier die Skyline Singapurs:
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Es war zwar alles ganz gut und schön hier, aber für uns, die wir doch auf der Suche nach Abenteuern waren, viel zu langweilig und nebenbei gesagt, auch viel zu teuer.
Daher entschieden wir uns nach zwei Nächten, die Insel in Richtung Urwald zu verlassen.
Also rein in den Bus, raus aus dem Bus, Grenzstation in Singapur passieren, wieder rein in den Bus, über die Brücke, raus aus dem Bus, Grenzstation in Johor Bahru passieren und schon in Malaysia. Nach einem kurzen planlosen Marsch haben wir schließlich doch noch den Bahnhof gefunden und uns dann etwas über den Zugfahrplan gewundert. Der nächste Zug in Richtung Jerantut sollte um 19:16 fahren, d.h. in vier Stunden.
Im Nachhinein habe ich herausgefunden, dass die Strecke nur eingleisig ist und von daher nicht öfter befahren werden kann. Dafür hat das Ticket für 8 h Fahrt auch nur ~8€ im Liegewagen und ~6€ in einem großen Sitz (alles klimatisiert) gekostet.
Die Zugfahrt war sehr lustig. Die Türen blieben während der Fahrt (teilweise) geöffnet, man hat sie aber nach Belieben jederzeit aufmachen können. Da der Zug nicht schneller als geschätzte 60 kmh gefahren ist, habe ich des öfteren in einer Tür gesessen und in den dunklen Urwald geschaut (heißt nicht umsonst ‘Jungle Train’).
Irgendwann beschloss ich meinen klimatisierten Sitzplatz für ein kleines Nickerchen zu nutzen. Das ging eine Stunde lang ganz gut, bis ich auf einmal von dem ‘Bordkino’ geweckt wurde. Wie in jedem Kino geht dem Hauptfilm ein wenig Werbung voraus, bloß war ich auf diese Werbung nicht gefasst.
Um den Ernst der Situation besser erfassen zu können, nochmal meine Lage: mitten im Urwald von Malaysia, in einem dahin ratternden Zug, im Halbschlaf, halb erfroren von der Klimaanlage, um mich herum nur Malaien und Andi und im Bordkino läuft eine Werbung/Berichterstattung von 1997 über das Mercedes-Benz Museum in Stuttgart.
Erst war ich sauer, dass mein Schlaf von diesem Mist so unsanft unterbrochen wurde. Da ich mir allerdings noch eine Pringles Packung im Bahnhof gekauft hatte, lehnte ich mich zurück und genoss den Film des Abends, in diesem Falle ‘Harry Potter and the Goblet of Fire’.
Ich hätte nicht erwartet jemals diesen Film an solch’ einem Ort zu gucken.
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4 Leute, 4 Wochen, 4 Länder.
Alles in einem Beitrag dauert mir zulange, deswegen serviere ich Euch diesen Hochgenuss häppchenweise.
Am 1. Februar sind wir in das Flugzeug der China Eastern Airline in Richtung Bangkok eingestiegen. Zuvor haben wir uns natürlich gründlich über alle möglichen Krankheiten informiert, die man in dieser Region so antreffen können. Eine Auswahl: Malaria, Dengue Fieber und einer meiner persönlichen Favoriten: Bilharziose.
So geschockt stiegen wir also ins Flugzeug, nicht ohne uns vorher nochmal vergewissert zu haben, dass der letzte Absturz einer China Eastern Airline Maschine ein Jahr zurückliegt; allerdings sind nur zwei Menschen gestorben, die Chancen standen also gar nicht so schlecht.
Der Flug verlief ohne weitere Probleme, nach Zwischenstopp in Shanghai sind wir sicher in Bangkok gelandet.
Gleich am nächsten Morgen setzten wir unsere Reise in Richtung Kambodscha fort. Unser Ziel war Siem Reap, Heimat der berühmten Tempelanlagen von Angkor Wat.
Gewarnt von Beiträgen im Lonely Planet und diversen Internetseiten haben wir das Pauschal-Busticket direkt nach Angkor Wat nicht gekauft, sondern haben die einzelnen Etappen selbst in die Hand genommen.
Die 1. Etappe führte uns von Bangkok mit dem Bus in die Grenzstadt Aranya Prathet. Hier aus dem Bus raus, mit dem Túktúk (Autorikscha) zur Grenze und diese dann zu Fuß überquert.

Dort wurden wir auch das 1. Mal mit dem Elend konfrontiert, dass in vielen Teilen Kambodschas noch herrscht, kleine Kinder, zwischen drei und acht Jahren alt, haben um Geld gebettelt. Manche haben im Müll gewühlt. Die auf der kambodschanischen Seite gelegene Stadt Poipet besteht fast ausschließlich aus Hütten, befestigte Straßen kennt man dort nicht.
Nun mussten wir uns ein Visum organisieren; eine nicht ganz leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, dass ein Beamter hier nur ~20 US$ im Monat verdient.
Nach unseren Informationen kostet ein Visum 20 US$, der Grenz”beamte” forderte jedoch 1000 Baht (ca. 30 US$). Wir beharrten allerdings auf unserem Preis, überzeugt von dessen Korrektheit auch aufgrund eines großen Schildes unter dem unser lieber “Beamte” sich aufhielt, dem ganz klar zu entnehmen war:
Tourist Visa 20 US$.
Nach relativ kurzer Zeit einigten wir uns in der Mitte, die 5 US$ extra, da keiner von uns ein Passfoto dabei hatte.
Seb ist bis heute davon überzeugt, dass dieser “Beamte” gar kein Beamter war, da er keine Uniform trug und auch vor dem Büro stand in dem die Grenzpolizisten dann tatsächlich das Visum ausgestellt haben. Er könnte mit den Polizisten zusammenarbeiten und ihnen einen Teil des erwirtschafteten “Mehrwertes” zukommen lassen; allerdings frage ich mich, warum sie es dann nicht selber machen? Wahrscheinlich verboten. Haha.
Ob wir jetzt einem Betrug aufgesessen sind oder nicht, der Schaden hielt sich stark in Grenzen; andere haben angeblich 100 US$ für ein Visum bezahlt.
Hier sollte jetzt einer der spannendsten Teile unserer Reise auf uns warten. Die Weiterfahrt nach Siem Reap.
Ich hatte zuvor schon ein Zimmer reserviert, der Besitzer hat uns dann ebenfalls vor der direkten Reise von Bangkok aus gewarnt und geraten ein Taxi von der Grenze zu nehmen, der Preis sollte 30 US$ betragen.
Hinter der Grenze wurden wir von einem Shuttlebus zur “Station” (ähnlich eines ZOB plus Taxis) gefahren. Hier wurde uns gesagt, dass eine Fahrt 60 US$ kostet. Dies wollten wir nicht glauben und sind zu Fuß durch die “Stadt” auf der Suche nach einem günstigerem Taxi. So leicht sind diese aber nicht zu erkennen, eine bestimmte Farbe oder Schild auf dem Dach gehört nicht zur Ausstattung.
Nachdem wir 1h herumgeirrt sind, hielt neben uns ein Taxi mit einem Fahrer, den wir schon bei der Station gesehen hatten. Er erläuterte uns noch einmal den erhöhten Preis – angeblich werden die Taxis an der Stadtgrenze nochmal kontrolliert und müssen einen Zettel vorweisen, der nur von der Station ausgehändigt wird – und reduzierte die Gebühr auf 50 US$, da wir weiterhin auf 30 US$ bestanden. Es war mittlerweile schon am dämmern und man möchte nicht länger als unbedingt nötig in diesem Ort verweilen, besonders nicht nachts. Daher sind wir auf sein Angebot eingegangen und die Fahrt konnte beginnen.
Die Straße von Poipet nach Siem Reap (obwohl über sie der Verkehr nach Phnom Penh läuft) entspricht nicht annähernd dem, was man so von deutschen Waldwegen erwartet. Sie war zwar breit, aber nur sehr sporadisch befestigt. Der Großteil bestand aus großen Schlaglöchern und Sand. War ein LKW vor uns, sank die Sichtweite aufgrund der aufgewirbelten Staubwolke auf ‘gerade noch bis zur Stoßstange’.
Die Straße war von allen möglichen Fahrzeugen bevölkert, neben den motorisierten auch Fahrräder, Fußgänger und hin und wieder mal ein Tier. Nicht jeder hatte ein funktionierendes Rücklicht, bei einem LKW der mitten auf unserer Straßenseite stand eine Situation, die uns immer wieder den Atem stocken ließ (Staub und es war dunkel!). Unser Fahrer ließ sich weder von dem Zustand der Straße, noch den Hindernissen abschrecken, er hat das Auto trotzdem auf 80 kmh beschleunigt (wir haben vollen Ernstes das Eintreten eines Achsbruchs in Erwägung gezogen).
Den entscheidenden Kick hat er sich jedoch bei den Überholmanövern geholt. Man muss wissen, in Kambodscha herrscht Rechtsverkehr, die Autos kommen aber (wahrscheinlich) aus Thailand, dort fahren die Autos links. D.h. unser Fahrer saß rechts und musste bei jedem Überholvorgang komplett ausscheren um einen Blick auf den Gegenverkehr erhaschen zu können. Am meisten konnte Seb davon profitieren, er hatte das Glück auf dem Beifahrersitz Platz nehmen zu dürfen.
Wider Erwarten sind wir dennoch heile in Siem Reap angekommen und wurden auch großzügig entlohnt. Die Tempelanlagen sind sehr beeindruckend, schaut Euch einfach die Bilder an.
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Mein erster Blog, der erste Eintrag. Warum das Ganze?
Um die, die es interessiert was ich gerade so mache, auf dem laufenden zu halten. Um keine Rundmails schreiben zu müssen; das mache ich zwar sowieso nicht, so muss ich allerdings kein schlechtes Gewissen haben.
Ich hoffe, ich kann genug Zeit und Lust aufbringen um den Blog halbwegs aktuell zu halten.
Ich wünsche Euch viel Vergnügen bei der Lektüre meiner Erlebnisse und Erfahrungen.
Marcel
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